"Der Kölner Friseur Udo Luy hatte einen Termin bei der mächtigsten Frau der Welt, der amerikanischen Außenministerin Madeleine Albright. Luy (Slogan seines Salons an der Luxemburger Straße: "Haare machen Leute") hat sich darauf spezialisiert, auf Anfrage Prominenz in Hotels zu frisieren. In diesem Fall wurde er mit seinem Frisierköfferchen um 22.30 Uhr ins Renaissance-Hotel bestellt. Und mußte sich erst einmal durchsuchen lassen. "Ein Bodyguard hat sämtliche Spray- und Gel-Dosen getestet, der Rest hat sich köstlich darüber amüsiert." Dann gab man ihm vier Fotos von Madeleine Albrights Haupt, die die gewünschte Frisur von allen Seiten zeigten. "Diesmal durfte ich aber sogar ein bißchen nach eigenen Vorstellungen korrigieren", erzählt Luy, der sie schon einmal im Hyatt-Hotel frisieren durfte. Madeleine Albright selbst schloß während seiner etwa 20minütigen Arbeit mit Kamm und Fön die Augen. "Sie hat sich entspannt, war dann aber sofort wieder voll da." Nach einem kurzen Blick in den Spiegel meinte sie "great". Sie verabschiedete sich mit Handschlag. Luy soll sich auch in der nächsten Woche für sie bereithalten. Bezahlen muß die Außenministerin übrigens den ganz normalen Stundensatz wie jeder andere Kunde. "Was nichts kostet, ist nichts", meint Luy."
"Kölner Stadt-Anzeiger"